Gunsight's Kennel Der Ursprung des Labradors Field Trials in Kontinentaleuropa
 
Field Trials in Kontinentaleuropa
 

Auch in kontinentaleuropäischen Ländern, wie z.B. in Dänemark, Schweden, Belgien, Italien, Frankreich, Österreich, Ungarn und vereinzelt in Deutschland, finden in der Jagdsaison "Field Trials" statt. Sie werden im Einklang mit den Vorschriften der Fédération Cynologique Internationale (FCI), der Weltorganisation der Kynologie mit Sitz in Belgien, abgehalten.

Die FCI umfasst zur Zeit 80 Mitglieds- und Partnerländer, die internationale Arbeitsprüfungen durchführen. Die Ergebnisse der Prüfungen werden an die FCI-Geschäftsstelle weitergeleitet und dort computermässig erfasst.
Anlässlich der Generalversammlung 1976 wurde beschlossen, dass die FCI das CACIT ausschliesslich an Prüfungen auf lebendes Wild, das an praktischen Jagdtagen in Anwesenheit der Hunde geschossen wurde, vergibt.
Das CACIT (= "Certificat d'Aptitude au Championnat International de Travail") ist eine Anwartschaft auf den Titel eines internationalen Arbeitschampions.


Zur Erlangung des Titels "Internationaler Arbeitschampion Field Trial" - ChIT (ft) - muss ein Hund laut dem aktuellen FCI-Reglement folgende Voraussetzungen erfüllt haben:  
in einem Alter von mehr als 15 Monaten zwei CACIT oder ein CACIT und zwei RCACIT, errungen auf Field Trials, die unter dem Patronat zweier verschiedener Landesverbände und unter verschiedenen Richtern durchgeführt wurden

in einem Alter von mehr als 15 Monaten auf einer Internationalen unter der Schirmherrschaft der FCI abgehaltenen Ausstellung, unabhängig von der Zahl der ausgestellten Hunde, zumindest das Prädikat "sehr gut" oder in Ländern, die diese Bewertung nicht kennen, mindestens einen zweiten Preis haben in der offenen, Zwischen- oder Arbeitsklasse erhalten haben

Das FCI-Reglement unterscheidet sich von den "Field Trial Regulations" des Kennel Clubs vor allem durch die Bewertung der Fehler. So kann z.B. ein Hund, der einen schweren Fehler begangen hat, durch eine ansonsten überzeugende Leistung immer noch mit der Qualifikation "sehr gut" bewertet werden. Ein Ausschluss erfolgt erst beim zweimaligen Begehen eines schweren Fehlers.
Schwere Fehler sind beispielsweise die mangelnde Kontrollierbarkeit und/oder die unnötige Störung des bejagten Gebietes, unruhiges Verhalten des Hundes, so dass der Hundeführer ihm zuviel Aufmerksamkeit schenken muss oder auch ein einmaliger "Eye-wipe".


Fehler, die zur sofortigen Ausscheidung führen, sind auch hier u.a. Winseln oder Bellen, Austauschen von Wild, Einspringen oder die Verweigerung gefundenes Wild zu apportieren.

Hunde, die sich auf Field Trials behaupten wollen, müssen zum einen ruhig und aufmerksam warten bis sie an der Reihe sind und zum anderen in der Lage sein, geschossenes Wild gut zu markieren, sich Fallstellen über längere Zeit zu merken und auch in schwierigstem Gelände erlegtes
Wild ausdauernd zu suchen, zu verfolgen und zu apportieren. Da diese Prüfungen speziell auf die besonderen Fähigkeiten der Retriever zugeschnitten sind, zeigen sich hier die Arbeitsqualitäten einzelner Hunde sehr deutlich.

Trotzdem sollte man sich aber immer vor Augen halten, dass es sich um eine tatsächliche Jagd handelt und deshalb keine Situation der anderen gleicht. Suchenglück und Suchenpech liegen deshalb oft nur um Haaresbreite voneinander entfernt. Aufgrunddessen ist eine Aussage über die Fähigkeiten eines Hundes eigentlich nur dann verlässlich, wenn er relativ konstante Leistungen zeigt.

Die Vergabe der Anwartschaften für den nationalen Arbeitschampion regeln die Mitgliedsländer selbst.

 

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