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08. März 2003: JGHV-Bringtreueprüfung in Deining (D)

Die Bringtreueprüfung dient der Feststellung der besonderen Zuverlässigkeit des Jagdgebrauchshundes im Bringen. Der Hund soll dabei kaltes Wild - in diesem Fall einen mindestens sieben Pfund schweren Fuchs - welches er zufällig und ohne jeglichen Einfluss seines Führers (d.h. also ohne ausdrücklichen Apportier-Befehl) findet, aufnehmen und ihm zutragen.

Der für die Prüfung vorgesehene Fuchs muss mindstens zwei Stunden vor Beginn der Arbeit an einem vorher markierten Platz ausgelegt werden, wobei die Ausleger darauf achten müssen sich in weitem Bogen von der Rückseite des Geländes zu nähern, um menschliche Fährten innerhalb des Suchengeländes zu vermeiden. Wichtig ist auch, dass der Fuchs beim Tragen nicht den Boden berührt. Die Auslegeplätze müssen mind. 50m voneinander und mind. 100m von der Ansetzstelle des Hundes entfernt sein.

Der Hund muss mit einem einmaligen Suchbefehl (z.B. "Voran") in die Dickung geschickt werden und hat anschliessend 20min Zeit den Fuchs zu finden und zu bringen.

Die Prüfung wird von drei Verbandsrichtern gerichtet. Während ein Richter den Hundeführer begleitet, beobachten die beiden anderen das Verhalten des Hundes am Fuchs, wobei der Hund sie weder wittern noch eräugen darf.

Zur Bringtreueprüfung des JGV Bayern e.V. am 08. März 2003 in Deining waren insgesamt vier Hunde gemeldet: zwei Deutsch Drahthaar, ein Weimaraner und ein Labrador. Gerichtet wurde die Prüfung von den Verbandsrichtern Norbert Reich (Prüfungsleiter), Gerhard Schäfer und Hans Held.

Die Schwierigkeiten dieser Prüfung lagen vor allem in der Topographie des Geländes, da sich ca. 30 - 50m vom Ansetzpunkt ein etwa 20m hoher Wall erhob. Dies hatte zur Folge, dass Hunde, die mit der Überwindung derartiger Geländehindernisse nicht vertraut waren, dazu neigten sich parallel zum Hang zu bewegen. Damit erreichten sie einerseits nicht die notwendige Tiefe und gerieten andererseits schnell aus der Sicht des Hundeführers. Auch die Tatsache, dass es sich um ein sehr wildreiches Gelände handelte, stellte eine grosse Herausforderung an die Prüflinge dar.

So konnte ein Drahthaar die Prüfung leider nicht bestehen, da er nie auch nur in die Nähe des Fuches kam und scheinbar der verlockenden Witterung anheim fiel ...
... glücklicherweise tauchte er gegen Prüfungsende wieder unversehrt auf!

Der zweite Drahthaar musste scheinbar massiv zur Arbeit aufgefordert werden, da er sich nur schlecht vom Führer lösen wollte. Der Weimaraner, der sich beim Herbst-Termin nicht von seiner Hundeführerin lösen wollte, bewies ihr diesmal das Gegenteil und konnte nach einer grossräumigen Suche buchstäblich in letzter Minute den Fuchs doch noch finden und so bestehen. Der Labrador machte einfach nur zuverlässig seine Arbeit und war nach 1 1/2 Minuten mit Fuchs wieder da ...

 

 

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