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08. November 2008: St. John's Retriever Prüfung in Herbertshofen

Zu einer Niederwildjagd ...

... schien sich eine Jagdgesellschaft bei Herbertshofen in der Lechaue, dem Revier von Simon Kemper zwischen Kanal und Lech zu treffen: Bläser, Schützen, Hunde, Geländewagen …

Erst die Ansprache des Prüfungsleiters, Dr. A. Schwab klärte unbefangene Zuschauer darüber auf, dass diese Jagd - nach glänzender Vorbereitung - nur zum Zwecke der diesjährigen St. Johns Retriever Prüfung (SRP) des Deutschen Retriever Clubs (DRC) "nachgestellt" werden würde. Angetreten waren sieben Gespanne mit zwei Flat-Coated, einen Golden und vier Labrador Retrievern.



Jede St. Johns Retriever Prüfung ist ein Unikat und zugleich eine "Elite"-Prüfung. Ein "Unikat", weil in jedem Teil Deutschlands Niederwildjagden revierabhängig anders durchgeführt werden. "Elite"-Prüfung, weil nur durchgearbeitete, nahezu perfekte Hunde die Prüfung bestehen können. Dabei sind die Prüfungsvorschriften denkbar einfach und weitgehend den englischen Field-Trial-Regularien entnommen. Der einzige Unterschied ist, dass an kaltem Wild gearbeitet wird.

Im Wesentlichen bedeutet das:
Die Richter orientieren sich an der örtlichen Jagdpraxis, die mit jagenden Helfern simuliert wird.
Die Hundeführer müssen ihre Hunde den ganzen Jagdtag über unangeleint unter Kontrolle haben und sie nach Aufforderung jederzeit und überall hin zum Apportieren schicken können.


Nichts geht ohne Helfer: die Jagdpraxis gut zu simulieren, erfordert eine eintägige präzise Vorbereitung durch die Richter. In der Prüfung selbst werden jagderfahrene Hundeführer als Helfer unter Aufsicht der Richter eingesetzt. In der Bildmitte der örtliche Organisator und Richter Thomas Hoffmann.

Unabhängig von der örtlichen Praxis sind lediglich mindestens durchzuführen:
1 Vorstehtreiben (engl. "drive")
1 Streife (engl. "walk up")
1 Wasserjagd

Im Falle der Herbertshofener St. Johns hatte jeder Hund am Ende der Prüfung neun Stücke Wild (Huhn, Fasan, Ente, Kaninchen) apportiert.


drei Markierungen im taunassen, beinahe kniehohen Phacelia-Feld (Entfernungen 70-80m).
ein Stück auf einer Schleppspur, wobei sich der "Anschuss" auf der anderen Seite des 35m breiten Lech-Kanals befand und zuvor eine Ablenkungsmarkierung geworfen wurde, die im Anschluss ebenfalls gearbeitet werden musste.
ein Stück über das Einweisen in ein 100m entferntes Suchengebiet unter zusätzlichen Verleitfährten und Ablenkungsmarkierungen
zwei Stücke aus einem Treibjagdgelände am gegenüber-liegenden Hochufer des Lechs bzw. auf dem Kiesbett (siehe Bild links: Geländewechsel und die Entfernung erschwerten die Aufgabe).
ein "Blind" aus einer Windwurf-fläche mit Gras/ Brombeer-Filz.


Leider mussten drei der passionierten Hunde wegen mangelnder Kontrollierbarkeit bzw. Einspringens aus der Prüfung ausscheiden.
Aufgrund vorzüglicher Leistungen konnte aber auch das CACT vergeben werden. Einmalig in der bisherigen Geschichte der SRP ist, dass vier Hunde aus einem Wurf die Prüfung zeitgleich meistern konnten.

J. Mente

Die Ergebnisse im Einzelnen

Rang Punkte Hund     Führer/-in
v1 & CACT 90/90 Gunsight's Bracket L R Anja Möller
v2 87/90 Gunsight's Brown Linnet L H Jörg Mente
v3 84/90 Gunsight's Brame L R Katja Knechtel
sg4 73/90 Gunsight's Beancracker L H Doris Zeller

 

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