News & Results Field Trial Gun's at FT Batsford Estate (GB)
 

06. / 07.November 2002:

Guns at the 24 Dog Open Qualifying Stake for AV Retrievers
at the Batsford Estate - Gloucestershire (GB)

- Ein Bericht von Harald Hubert -

THE BRISTOL AND WEST

WORKING GUNDOG SOCIETY

KC ID No. 344

24 DOG OPEN QUALIFYING STAKE FOR AV RETRIEVERS

Held by kind permission
of
The Lord Dulverton

and
the generous invitation
of
Friends of the B&WWGS Guns

on
Wednesday 6th & Thursday 7th November 2002

at
THE BATSFORD ESTATE
Gloucestershire

JUDGES:

Mrs. S. J. Olner [1903]
Mr.R. Hill [60]
Mr. R. Tozer [143]
Mr. V. G. D. Olner [1902]

STEWARD OF THE BEAT:

Mr. T. Allen

CHIEF STEWARDS:

Day 1: Mr. B. Curd
Day 2: Mr. P. Truby

 

In der wunderschönen Kulisse der Cotswolds im Südwesten Englands fand am 05. und 06.11.2002 ein 2-Tages Open Field Trial statt, bei dem sich der Gewinner für die IGL-Retriever Championships qualifizieren konnte. Am Start waren 24 Gespanne aus dem gesamten Königreich, vowiegend Labradors, aber auch ein paar Golden und ein Flatcoated Retriever. Unter den Hundeführern fanden sich unter anderem so bekannte Namen wie John Halstead, John Drury, Diana Harrison und einige mehr. Es versprach also eine äusserst interessante Veranstaltung zu werden, zumal Stefan Bürse-Hanning und ich als Schützen diesmal sozusagen "auf der anderen Seite" standen. Schon die Anreise in diese wunderschöne Gegend offenbarte das tolle Flair, das solche Veranstaltungen wohl nur in England haben können.


Der Landsitz "Batsford Estate" von Lord Dulverton, Moreton in Marsh (Cotswold)

Am ersten Tag wurde (hauptsächlich im Wald und in schwieriger Brombeerdickung) aus der Line auf Fasanen gearbeitet. Die Line wurde von Spaniels begleitet, die in professioneller Weise die Fasanen aufstöberten. Diese Spaniels waren derart gut unter Kontrolle, daß es während beider Tage weder einen Run-In noch einen Retrieve durch einen Spaniel gab - beeindruckend!


Die Spaniels waren eine unschätzbare Hilfe beim Aufstöbern der Fasane aus dem Brombeerdickicht

Es befanden sich jeweils vier Hunde in der Line, wobei der Wald und das Unterholz teilweise so dicht waren, daß das andere Ende der Line ab und zu garnicht zu sehen war. Dies erschwerte sowohl das Laufen (insbesondere mit geladener Flinte!) als auch das Schießen und insbesondere auch das eigene Markieren des geschossenen Wildes. So konnten wir als Schützen zuweilen garnicht ausmachen, ob wir einen beschossenen Vogel tatsächlich getroffen hatten oder nicht.

Da für das Arbeiten einiger Vögel auch Gespanne von der anderen Seite der Line herangeholt wurden und die Fallstellen nur ungefähr beschrieben werden konnten, war insbesondere das selbstständige Arbeiten der Hunde gefragt. Dabei beeindruckte mich vor allem, wie wenig sich die Hunde von dem reichlich vorhandenem unbeschossenem Wild in ihrer Arbeit ablenken liessen. In meinen Augen bestand der grösste Unterschied zu unseren Niederwildjagden in Deutschland in dem ernormen Wildbesatz. Wurde ein Hund beispielsweise für einen 50m Retrieve geschickt, kreuzte sein Weg ohne weiteres fünf bis zehn weitere unbeschossene Vögel. Trotzdem wurde nur ein einziger Hund wegen "Chasing" (also Jagen hinter unbeschossenem Wild) eliminiert.


John Birkett und Stefan Bürse-Hanning

Nach einer kurzen Mittagspause mit Sandwiches und einer heissen Suppe ging es dann in ein offenes Brombeerfeld. Um Führern, Treibern und Schützen das Laufen zu erleichtern, waren in das Feld ca. 2m breite Streifen gemäht worden, die untereinander wiederum von ca. 2-3m breiten Brombeerhecken getrennt waren. Auch hier herrschte ein enormer Wildbesatz und in den meisten Fällen wurde ein Vogel in einer "anderen" Bahn als der, in der das aktuell arbeitende Gespann gerade lief, beschossen. Damit war es für die Hundeführer extrem schwierig ihre Hunde zu handeln, da sie nach dem Verlassen der "Rennbahn" sofort vollständig außer Sicht waren. Exaktes Markieren erwies sich als nahezu unmöglich. In diesem Feld gelang es Mrs. Diana Harrison's "Hatchfield Ash" die drei anderen Gespanne, die mit ihr in der Line standen, zu eyewipen.
Insgesamt blieben am Ende des ersten Tages, wohl vor allem wegen der Geländeschwierigkeiten, weniger als die Hälfte der Hunde übrig.


Mrs. Diana Harrison mit der Line im Brombeerfeld

Der Abend wurde dann - wie in England üblich - mit einem schönen Dinner und einer ausgesprochen netten Runde im wunderschönen Kaminzimmer des Hotels beschlossen.

Am zweiten Tag fand ein Drive auf Enten statt. Von einem höher gelegenen Teich in ca. 1km Entfernung wurden Enten aufgestöbert, die dann in einem von den Schützen abgestellten zweiten Teich wieder einfielen. Während die Fasane am ersten Tag noch in normaler Entfernung und aufgrund ihrer niedrigeren Fluggeschwindigkeit relativ einfach erlegt werden konnten, gestaltete sich die Entenjagd als nicht ganz so einfach. Der abgestellte Teich war von hohen Bäumen umstanden und die Enten umkreisten den Teich in Baumwipfelhöhe mit hoher Geschwindigkeit, bevor sie schliesslich einfielen. Da wegen gegenüberstehender Schützen nicht in Richtung des Teiches geschossen werden konnte, erhielt der berühmt berüchtige Ausspruch "Reaching for the High Bird" eine ganz neue Bedeutung!


Impression vom Entendrive am zweiten Tag

Der abschliessende Run Off fand dann wieder auf Fasanen in einer von Feldern umsäumten abgestellten Dickung statt. Hier wurden noch die letzten vier übrig gebliebenen Hunde geprüft, bis am Ende Mrs. Diana Harrison mit ihrer gelben Labrador-Hündin "Hatchfield Ash" als Gewinnerin feststand.

1st Prize and Winner of The Bristol & West Working Gundog Society Perpetual Trophy:

Hatchfield Ash (Y/B *03.07.99)

(FTCh. Endacott Stoer of Quabrook x Hatchfield Minnow)

Breeder/Owner/Handler: Mrs Diana Harrison


Die "Guns", Steward of the Beat und der Chief Steward

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