News & Results Special Events Gunsight's & Friends Trophy
 

09.02.2002:

3. Gunsight's & Friends Trophy


Die Teilnehmer

Wie schon im letzten Jahr hatten wir uns auch heuer wieder den mühsamen, langen Weg von Gronau nach Oberndorf zum berühmt-berüchtigten Treffpunkt "at the Holzstapel" auf uns genommen und wir wurden abermals nicht enttäuscht. Auch ohne fliegende Zelte, kleinere Waldbrände und Frostbeulen war es wieder ein besonderes Erlebnis!

Zur Überraschung aller Teilnehmer gestaltete sich die Trophy in diesem Jahr erstmalig als Teamwettbewerb. Dabei wurden die Teams per Losverfahren aus jeweils einem "Greenhorn", einem "Möchtegern-Überflieger" und einem "mit-allen-Wassern gewaschenen" Hund zusammengestellt. Der unterschiedliche Ausbildungsstand der Hunde sollte in der Aufgabenstellung Berücksichtigung finden. So weit, so gut.

Allerdings hatte auch hier König Zufall seine Hände im Spiel und stattete überflüssigerweise jedes Team mit mindestens einem Handicap aus:


So startete Team 1 mit dem jüngsten Hund der Trophy, der von gerade mal 10 Monaten alt war. Team 2 bestand ausschliesslich aus langhaarigen Hunden, einem Flat und zwei Goldens.,Es bleibt dabei der Phantasie des Einzelnen überlassen, worin nun letztendlich das Handicap bestand.
Team 3 musste sich mit Anja als Teammitglied abfinden, ob dass nun als Bonus oder Malus zuwerten war, sei ebenfalls dahingestellt. In Team 4 startete der älteste Hund und eine läufige Hündin. In Team 5 startete "Lustiger Lurch", der Häuptling der Schoschonen aus Gronau, wo die Schoschonen schön wohnen. Hier lag das Handicap vor allem darin, dass nicht so filmversierte Teilnehmer zuweilen unter Verständigungsschwierigkeiten litten.
Unser Richter Mr. Joe R.G. Men (TE) hatte uns wieder einmal mit seinen interessanten, anspruchsvollen und abwechslungsreichen Aufgaben überrascht und gefordert. Insgesamt waren sechs Aufgaben zu meistern.Nach Erläuterung der jeweiligen Aufgabe wurde den Teilnehmern nur der Startpunkt der einzelnen Hunde vorgegeben, während die Lösung der gestellten Aufgaben den Teams selbst überlassen war. Bei den erforderlichen taktischen und strategischen Entscheidungen waren sowohl die Geländeverhältnisse, als auch der Standort des Hundes, sein Leistungsstand und natürlich auch seine Stärken und Schwächen zu berücksichtigen.

 

Beinahe selbst übertroffen hatte sich Mr. Joe aber mit seiner sogenannten "Kreativitätsaufgabe". Dabei fiel eine Taube als Markierung auf einen Holzstapel, eine Elster in ca. 60m Entfernung hinter den Holzstapel und ein "blindes" Blesshuhn lag in Verlängerung der Linie der zweiten Markierung in etwa 70m Entfernung ausser Sicht des Führers. Am meisten Schwierigkeiten verursachte dabei die Elster, die nicht von allen Hunden apportiert wurde. Zu Beginn der Aufgabe gab sich Mr. Joe, seiner Meinung nach, alle Mühe die Hunde auf die Arbeit mit Wild einzustellen. Für die Teilnehmer stellte es sich allerdings eher als Verwirrungstaktik dar!

Da ja hier Kreativität gefragt war, wurde diese Aufgabe unterschiedlichst gelöst. Dabei fiel vor allem die äusserst unkonventionelle Lösung von Georg auf, der entweder die Aufgabe völlig falsch verstanden hatte oder etwaige Sonderpunkte ergattern wollte, als er seinen Concho längs über den 4 Meter hohen, 40 Meter langen und 2 Meter breiten Holzstapel schickte, anstatt ihn unten am Holzstapel entlang auf das Blind einzuweisen.

Wer nun meint mit dieser aussergewöhnlichen Leistung müsste er den Sieg eigentlich schon in der Tasche gehabt haben, dem sei gesagt, dass Concho an anderer Stelle seine Qualitäten als völlig entfesselter Fernaufklärer unter Beweis stellte, was dazu führte, dass sich die Sonderpunkte schnell in sogenannte "Augen-Zu-Drück-Punkte" erschöpften.
 

Lange Zeit sah es auch so aus, als ob es Anke und Bronwynn diesmal nicht gelänge den diesjährigen Sonderpreis für den selbstbewusstesten und durchsetzungsfähigsten Hund wieder zu gewinnen, aber letztendlich konnten sich beide dann bei der Wasseraufgabe doch noch durchsetzen und sich die begehrte Trophäe wieder sichern. Bei dieser Aufgabe kam es zum haltbaren Einspringen (im wahrsten Sinne des Wortes), welches der Richter seinerseits vielleicht als körperliches Einwirken fehlinterpretiert hatte, Anke ihrerseits aber auch nicht wirklich glaubhaft als Rettungsaktion einer Hündin im Mutterschutz tarnen konnte. Vor lauter Verzweiflung hätte Anke beinahe den "Klappstuhl" ausgegraben, beim Anblick des sicherlich einmaligen Sonderpreises wurde sie allerdings wieder versöhnlich gestimmt.

Anläßlich der Siegerehrung in den Tiefen eines urgemütlichen fränkischen Weinkellers führte uns Stefan, um letztlich sämtliche, während des Tages aufgetretenen, Verständigungsschwierig-keiten auszuräumen, in die Feinheiten des Kurses "Schoschonisch für Anfänger"ein.

Die Stimmung wurde ausgesprochen fröhlich und ausgelassen.


Mr. Joe hatte uns bis zuletzt auf die Folter gespannt und die Siegerehrung in bekannt englischer Manier mittels einer unparteiischen Übersetzerin abgehalten. Wie knapp die Entscheidung war, zeigte sich vor allem darin, dass die Plätze eins bis drei sich nur um jeweils einen Punkt im Endergebnis unterschieden.

So lauteten die Ergebnisse der Gunsight's & Friends Trophy 2002 also:

Platz 1: Team 3

  • Annette Bürse-Hanning mit Taviscara Abila "Payden" (L/H)
  • Wolfgang Vergiels mit Staftly Countess of Zentlinde "Tumble" (L/H)
  • Anja Möller mit Gunsight`s Autumn Sage (L/H)
 

Platz 2: Team 5

  • Doris Zeller mit Gunsight`s Anemone "Taylor" (L/H)
  • Herwig Ditschuneit mit Quincie aus Lühlsbusch (L/H)
  • Stefan Bürse-Hanning mit Harvey v.d. Waterlandspolder "Linus" (L/R)

(wobei anzumerken bleibt, dass sich das Team 5 mit "Lustiger Lurch", "Ranger" und "Uschi" so über den zweiten Platz gefreut hatte, dass Stefan ab sofort nur noch Jacqueline genannt werden wollte.)

 

Platz 3: Team 4

  • Marianne Wahlheim mit Come Fast Esprit (L/H)
  • Regina Haberkamp mit Light and Shadow`s Boltonia "Toni" (L/H)
  • Barbara Mente mit Mac Tan vom Tennikerweidli (L/R)
 

Platz 4: Team 1

  • Nina Leino mit Searover Mean Ryan (L/R)
  • Karin Schock mit Bahru vom Riedenberg "Juri" (L/R)
  • Sabine Figge mit Pinedale Daniel "Ted" (L/R)
 

Platz 5: Team 2

  • Anke Wolf mit Bronwynn of Lorien (F/H),
    zugleich Gewinnerin des Sonderpreises "Nashorn des Jahres"
  • Rainer Wolf mit Jolly Goblins Elektra-Elpis (G/H)
  • Georg Miller mit Concho vom Wölflesbühl (G/R)
 

Am Ende des Tages konnte sich auch Mr. Joe R.G. Men (TE) glücklich schätzen, dass seine "Tarnkleidung" endlich komplettiert worden ist und er in Zukunft für auch die widrigsten Wetterbedingungen gerüstet ist.

Annette Bürse-Hanning und Anja Möller

 





 

 

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